*1947, Gründer von hg merz architekten museumsgestalter und mm+. Nach seinem Architekturstudium arbeitete und forschte er über alternative Bauansätze und experimentelles Bauen in Deutschland und den USA. Von 1993 bis 2007 Professur für Ausstellungsgestaltung und Visuelle Kommunikation an der Hochschule Pforzheim, von 2008 bis 2014 Professur für Entwerfen und Experimentelles Gestalten an der Technischen Universität Darmstadt. Seit 2013 Vorsitzender des Universitätsrates der Bauhaus Universität Weimar. Seine Büros in Stuttgart, Berlin und Hong Kong sind auf Ausstellungs- und Museumsgestaltung sowie visuelle Kommunikation und Medienplanung spezialisiert. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Restaurierung und Instandsetzung historisch bedeutender Bauwerke.


*1984, studierte Empirische Kulturwissenschaft und Soziologie. Promotion über die Internationalisierung der Museumsarchitektur mit Forschungsaufenthalten in England, den USA, China und am Arabischen Golf. Er war Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg. Nach Abschluss der Promotion 2012 Volontariat bei Kultur Ruhr GmbH/ Urbane Künste Ruhr. Seit 2013 Creative Director bei hg merz architekten museumsgestalter/mm+.


Raum, Ding, Betrachter

Der Kontext des Museumsraums

Seit zehn Jahren können die Museen in Deutschland weit über 100 Millionen Besuche jährlich verzeichnen. Museumsneubauten genießen eine gestiegene Beachtung in der internationalen Presse. Beides legt eine gesellschaftliche Aufwertung musealer Praxis nahe. Wie aber hängt das Museum und seine Architektur, das gezeigtevObjekt und der es umgebende Raum miteinander zusammen? Wie kann beides zu einer Einheit geführt werden, die nicht nur vielfältigen Besuchergruppen gerecht wird, sondern auch die gezeigten Inhalte stärkt? Wie kann in diesem Prozess die Offenheit der Institution Museum und damit ein kritischer öffentlicher Diskurs gefördert werden? Drei Fallbeispiele zeigen, wie Ausstellungen als Gesamtheit von Inhalt, Gestaltung und Raum gedacht werden können und welche Möglichkeiten diese Zielsetzung eröffnet.