*1973, ist Diplom-Physiker und studierte an der Universität München sowie der École Normale et Supérieure in Paris. Nach einer mehrjährigen Beratungstätigkeit für Roland Berger & Partner war er Produktionsmanager an der Bayerischen Staatsoper und baute dann den Bereich Development/Sponsoring auf. Seit 2005 ist Maurice Lausberg Geschäftsführender Gesellschafter der actori GmbH, die u.a. Kunden aus den Bereichen Kultur, Bildung, Unternehmen und Entertainment berät und vermarktet. Im Oktober 2009 übernahm er zudem die Leitung des Instituts für Kulturmanagement an der Hochschule für Musik und Theater München.



*1986, studierte Betriebswirtschaftslehre und Romanistik in Mannheim und Córdoba, Argentinien. Sie arbeitet als Consultant mit Spezialisierung auf Kulturinstitutionen bei der actori cee GmbH. In diesem Rahmen war sie an der Erstellung mehrerer Beratungskonzepte für Neubauten von Konzertsälen beteiligt, darunter Projekte zum Neubau des Konzertsaals in Nürnberg und in München sowie zu den Neubauplänen des Festspielhauses in Bonn.


Planung und Betrieb eines Konzertsaals

Im Fokus öffentlicher Debatten um Neubau- und Sanierungsprojekte von Konzertsälen stehen meist nur die Höhe der Bau- bzw. Sanierungskosten. Zentraler sind jedoch die jährlich wiederkehrenden Betriebs- und Instandhaltungskosten. Werden Neubau- und Sanierungsprojekte nicht sorgfältig geplant, können später hohe finanzielle Belastungen für Stadt und Land sowie unnötige Sanierungs- und Umbauarbeiten entstehen. Um dies zu vermeiden, müssen das Veranstaltungsangebot auf die Markt- und Wettbewerbssituation und das architektonische Raumkonzept auf die Nutzerbedarfe angepasst werden. Zudem sollten sich Kosten- und Einnahmen an realistischen Angebots- und Auslastungsprognosen orientieren.

actori zeigt schrittweise, wie der Bau eines Konzertsaals zu planen ist, um ihn auf seine Nutzung anzupassen und den Zuschuss realistisch kalkulieren zu können. Entscheidende Schritte bilden hierbei die Bestimmung eines Nachfragepotenzials, die Durchführung einer Angebots- und Wettbewerbsanalyse, die Erstellung eines Raumkonzepts, die Ermittlung eines Business Case sowie die Identifikation eines geeigneten Betreibermodells.