*1966, studierte Betriebswirtschaft in Hamburg, Köln und Mailand und war von 1991 bis 1996 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Organisationstheorie an der Universität zu Köln. Nach ihrer anschließenden Tätigkeit als Chefdisponentin und stellvertretende Intendantin am Theater Aachen leitete Tessa Beecken von 2000 bis 2008 als kaufmännische Geschäftsführerin die Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH und von 2009 bis 2013 als Geschäftsführerin und Betriebsdirektorin die Elbphilharmonie und Laeiszhalle Service GmbH in Hamburg. Seit 2013 berät Tessa Beecken Unternehmen insbesondere in Fragen der Struktur- und Teamentwicklung. In der Beratungstätigkeit verbindet sie ihre praktische Erfahrung aus der Führungsverantwortung im Kulturmanagement mit ihrer fundierten Basis aus wissenschaftlicher Lehrtätigkeit sowie absolvierten Ausbildungen zum systemischen Coach und zur systemischen Teamentwicklerin. Seit September 2015 ist Tessa Beecken kaufmännische Direktorin des Theaters der Stadt Freiburg.



*1969, ist Diplom-Ingenieur für Medienbetriebstechnik, Europäischer Energiemanager, Business-Coach und -Trainer im Betrieblichen Umweltschutz. Er ist zudem Gesellschafter des iuct: Institut für Umwelt, Coaching & Training. Von 2000 bis 2009 war er Technischer Leiter bei Kampnagel Internationale Kulturfabrik, von 2009 bis 2013 Technischer Leiter der Elbphilharmonie & Laeiszhalle Service GmbH. Seit 2012 bietet Lars Wilcken Beratungen und Seminare zur Umsetzung von energie-effizienten Maßnahmen, zum Betrieblichen Umweltschutz in Unternehmen, zur Entwicklung einer nachhaltigen Produktund Unternehmensausrichtung und zur Konzeption von Green Meetings und nachhaltigen Veranstaltungen an. Seit 2015 führt er mit dem iuct: die Umweltmanagementprogramme „ÖKOPROFIT®“ und „QuB – Qualitätsverbund umweltbewusster Betriebe“ in Hamburg durch. Darüber hinaus unterstützt er mit seinen langjährigen Erfahrungen in der Team- und Projektleitung die zielgerichtete Führung von Mitarbeitern, von Teams, Projekten und von Veränderungsprozessen in Betrieben. Sein umfangreiches Wissen rund um den Veranstaltungs-,Theater- und Eventbereich bietet er für Projektberatungen an, u.a. für den derzeit entstehenden Konzertbetrieb der Elbphilharmonie in Hamburg.


Ökologieorientierter Betrieb historischer Kulturimmobilien

Häufig erfordert der organisatorische Rahmen in Kulturbetrieben, das Zusammenspiel zwischen Verwaltungen und technischen Abteilungen und die Vorgaben der zuständigen Behörden eine höhere Aufmerksamkeit und mehr Zeit als die eigentliche Umsetzung einer Sanierungs-Maßnahme. Durch unsichere oder sogar ungewisse Rahmenbedingungen fällt es schwer, bei Projekten ins konkrete Handeln zu kommen. Zudem werden Umsetzungen energie-effizienter Maßnahmen erschwert, wenn sich im Betrieb niemand „den Hut“ für solche Projekte aufsetzt und das Budget für Energie nicht bei den Technischen Direktionen verantwortet wird, wodurch bei diesen wenig Anreize für die Durchführung von Energie-Effizienzmaßnahmen geschaffen werden, da erzielte Einsparungen irgendwo im Haus versanden.

In solchen Situationen ist eine ausgewogene Balance zwischen einem strukturierten (kausalen), klassischem Management und einer mittelorientierten Vorgehensweise („Effectuation“) sinnvoll, je nachdem, wie risikobehaftet, unsicher oder ungewiss ein Projekt empfunden wird. Hilfreich sind darüber hinaus „schlagkräftige“ Strukturen innerhalb des Betriebes.

Anhand vieler Umsetzungs-Bespiele beschreiben die beiden Autoren, welche energetischen Sanierungsmaßnahmen sie mit diesen Ansätzen als Geschäftsführerin und als Technischer Leiter an der Laeiszhalle und bei Kampnagel in Hamburg erfolgreich umsetzen konnten.